#Future of Recruiting: Folge 13 mit Matilda von Gierke zur neuen Rolle des Recruiters, dem veränderten Zusammenspiel zwischen HR, Fachbereich und Führungskraft sowie Recruiting per Sprachnachricht

"Der Führungsstil prägt die Kultur des Unternehmens, die Kultur prägt wiederum die Mitarbeiter und die Mitarbeiter, sind am Ende die besten Botschafter für das eigene Unternehmen."

  

"Zalvus!" an alle die sich für die Zukunft des Recruiting interessieren, heißt es in dieser Folge des TRNSFRM. Podcasts! Gemeinsam mit Matilda von Gierke, Gründerin des HR-Tech Start-Ups Zalvus und IT-Woman of the Year 2018, tauchen wir in die Welt des Recruiting ein. Mit ihrem Start-Up kombiniert sie klassische Online-Marketing Methoden und Tools mit der traditionellen Welt des Recruitings und schafft so neuartige Lösungen für Unternehmen, vom Start-Up zum DAX-30 Konzern. Außerdem veröffentlichte Zalvus in 2019 eine große HR Digital Studie, mit spannenden Erkenntnissen und konkreten Ableitungen, zur Frage, wie effektives Recruiting im digitalen Zeitalter eigentlich wirklich funktioniert. 

 

Als Einstieg wollen wir von Matilda wissen, wie die Führungskultur bei Zalvus aussieht und wie sich ihr persönlicher Führungsstil seit der Gründung entwickelt hat. Spannend ist dabei, dass auch für Matilda das Wachstum von Zalvus und damit verbunden die steigende Bedeutung des eignen Führungsstils ein langer, teilweise holpriger Prozess war, der am Ende aber dazu geführt hat, dass klare Unternehmenswerte geschaffen wurden, die heute von allen gelebt werden. Das Verständnis für Aufgaben und den jeweiligen Beitrag zum Bigger Picture und dem Unternehmenserfolg der Zalvus GmbH ist für Matilda dabei besonders wichtig, denn so wissen Mitarbeiter, warum sie die Dinge tun und was ihr individueller Wertbeitrag ist. Und werden so zu aktiven Markenbotschaftern für das eigene Unternehmen und ein großer Asset im Kampf um die besten Talente. So sind wir schnell bei der Frage nach effektiven Recruiting in einer digitalen Welt und den Veränderungen im Kampf um die besten (digitalen) Talente angekommen.

 

Doch was kann ich als Unternehmen tun, um Talente für mich zu begeistern und am Ende auch zu gewinnen? Und wie muss sich dabei klassisches Recruiting weiterentwickeln? Für Matilda sind drei Punkte entscheidend:

  1. Verständnis für die Zielgruppe
  2. Erweiterte Kandidatenpools
  3. Anpassen bestehender Strukturen & Prozesse

Damit einher geht für Matilda allerdings ein verändertes Rollenbild des Recruiters: Die Rolle des Recruiting muss sich in Zukunft zu einer beratenden Funktion weiterentwickeln, welche die Fachbereiche für die Bedeutung z.B. der Candidate Experience sensibilisiert. Außerdem werden Recruiter laut Matilda in Zukunft vor allem Datenanalysten, die Daten sammeln, vergleichen, KPIs setzen und diese nutzen, um die Kandidatenreise und Arbeitgeberattraktivität stetig zu optimieren. Auf die Frage ob eine gute Candidate Experience in Zukunft noch ein differenzierender Faktor ist, hat sie eine klare Antwort: "Eine gute Candidate Experience ist in Zukunft kein Nice-to-have sondern ein absolutes Muss um im War for Talents zu bestehen!“ Dabei gilt es vor allem Hürden zu senken und den Bewerbungsprozess so einfach und transparent wie möglich zu gestalten. Heute erleben wir oftmals das genaue Gegenteil: Langwierige Prozesse mit veralteten Karriereseiten die spezifische Bewerberaccounts fordern, starre (Pflicht-)Felder und wenig bis keine Individualisierung. Erfahrungswerte von Zalvus zeigen jedoch, dass hier hohe Potentiale zur Optimierung der Konvertierungsrate schlummern. Unternehmen die One-Click Verfahren oder einen automatisierten Datenimport anbieten, erreichen im Schnitte eine 8x höhere Konvertierungsrate. Ähnliches gilt für einen Multi-Channel Ansatz, bei dem Kandidaten aus einer Reihe von Kanälen wählen können, um den passenden Channel zu wählen, den sie auch natürlich im Alltag nutzen und so Hürden zu senken.

 

Abschließend diskutieren wir, welche Rolle eigentlich die Führungskraft für das Recruiting der Zukunft übernimmt. Für Matilda ist das Recruiting der Zukunft ein Zusammenspiel auf Augenhöhe zwischen Recruiting / HR und der Führungskraft bzw. dem Fachbereich. Der Recruiter wird dabei zum Datensammler bzw. Datenspezialist und arbeitet eng mit dem Fachbereich zusammen. Die Führungskraft bzw. der Fachbereich beschäftigt sich hingegen mit der inhaltliche Ausgestaltungen und der Frage: "Wie bekomme ich die Zielgruppe überzeugt und was ist der USP meines Teams / Unternehmens?" Diesen USP kommuniziert HR dann wiederum an die Kandidaten. Als Führungskraft kommt es in Zukunft also darauf an, zu verstehen worauf die jeweiligen Zielgruppen wert legen, was der eigene USP ist, diesen klar zu definieren und am Ende zielgerichtet zu kommunizieren. 

 

Du willst mehr über die Zukunft des Recruiting erfahren? Außerdem möchtest du tiefer in das Thema Candidate Experience und die veränderte Rolle der Führungskraft für die Future of Recruiting eintauchen? Dann hör direkt hier in die aktuelle Folge mit Matilda rein!

 

Shownotes:

TRNSFRM.

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Alle zwei Wochen veröffentlichen wir eine neue Podcastfolge, in der wir gemeinsam mit Experten aus Wirtschaft & Forschung, relevante Aspekte einer digitalen Führungskultur diskutieren.


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