#Intrapreneurship und Innovation mit Sinn: Folge 16 mit Laura Engelhardt  über die Bedeutung von Sinn sowie Intuition für Innovation und das sinn-zentrierte Intrapreneurship Programm von Siemens

„Wenn ich mich mit dem verbinde was mir wichtig, dann habe ich diese Resilienz Neues zu treiben und höre nicht auf der halben Strecke auf." 

 

Laura war schon immer fasziniert von der Frage wie und warum Neues entsteht, doch am Ende war unter anderem eine persönliche Sinnkriese ausschlaggebend dafür, dass Laura sich gefragt hat, was sie denn eigentlich antreibt und schlussendlich dazu geführt hat, dass sie Anfang 2016 ein sinn-zentriertes Intrapreneurship Programm bei Siemens ins Leben gerufen hat. Seitdem hat sich Laura der Mission verschrieben, die unerschöpflichen Ressourcen des Menschen in seiner Verbindung zu sich und seiner Umgebung zu aktivieren und so Innovation zu fördern.

 

Zu einer Zeit wo noch kaum jemand von Purpose im Unternehmenskontext gesprochen hat, hat Laura erkannt, dass Menschen vor allem dann kreativ sind und Innovation kreieren, wenn man sie mit ihrem ureigensten Genius und mit dem was sie persönlich antreibt verbindet. Und in Zeiten der Digitalisierung gewinnt diese Erkenntnis mehr als je an Bedeutung, denn vor allem Großkonzerne müssen sich immer wieder neu erfinden, um mit der steigenden Geschwindigkeit, neuen Kundenbedürfnissen und dem stetigen Grad an Veränderung mithalten zu können. Heute erleben wir in Großkonzernen jedoch oftmals das genaue Gegenteil. Prozesse, Mandate sowie Incentivierung und Zielsysteme sind gemacht um bestehendes Business zu fördern und zu erhalten, nicht dafür neues oder unbekanntes zu gestalten. Hier ist es Aufgabe der Führungskräfte Raum für Innovation zu gestalten, Mitarbeitern mit kreativen Ideen einen sicheren Raum zu geben und neue Ideen zu fördern, bevor diese von den Rahmenbedingungen der Organisation verschluckt werden. 

 

Wir sprechen mit Laura vor allem auch darüber, wie wir Innovation in Großkonzernen fördern können und ob pauschale Maßnahmen wie z.B. eine Innovationtime á la Google (jede Woche kann 20% der Arbeitszeit auf Innovationsprojekte verwendet werden) dafür sinnvoll sind. Auch wenn solche Initiativen und Maßnahmen durchaus erfolgreich sein können, ist für Laura vor allem entscheidend, dass wir es schaffen, Menschen mit ihrer Intuition und dem was sie als Mensch ausmacht, zu verknüpfen. Denn so entsteht Resilienz und der Wille neue Dinge, auch gegen Widerstände, zu treiben und nicht auf der halben Strecke aufzuhören. Dafür müssen wir es schaffen, dass sich unsere Mitarbeiter wieder voll entfalten können und genau das tun können, mit dem sie sich und ihrem persönlichen Antrieb am nächsten sind. Das fordert von unsere Führungskräften individualisierte Führung (denn jeder Mitarbeiter braucht eine andere Führung um sich zu entfalten) und eine veränderte Führungsrolle, in der sie sich wieder vermehrt auf den einzelnen konzentriert und trotzdem in einem System navigiert, dass Individualisierung nur bedingt ermöglicht.

 

Dieser Glaube und ein paar glückliche Fügungen haben Laura ermöglicht, Anfang 2016 gemeinsam mit einem Kollegen ein sinn-zentriertes Intrapreneurship Programm ins Leben zu rufen, dass das Paradigma klassischer Innovationsprogramme umkehrt: Anstatt von der Idee auszugehen und diese durchzudrücken, geht es darum, vom Menschen auszugehen und darauf zu vertrauen, dass diese Menschen eine Idee haben und ein Problem lösen wollen. Das Programm besteht insgesamt aus drei Modulen, die sich auf acht Tage verteilen und gibt ca. 40 Teilnehmern die Möglichkeit Ideen zu (teilweise) vorgegeben Themen wie bspw. Artificial Intelligence zu entwickeln. Im ersten Modul steht das Kennenlernen und "Kopföffnen" im Vordergrund, um die Teams zu formen und die zu lösenden Probleme zu definieren sowie erste Lösungsansätze zu definieren. Danach geht es im zweiten Modul wirklich ums "Machen": Was ist das Business Modell, wie sieht die konkrete Lösung aus und was sagen die Kunden? In der dritten Session geht es dann darum die gesammelten Erkenntnisse abschließend zusammenzutragen und einen Pitch vor dem Top-Management vorzubereiten. Dabei geht es gezielt nicht darum wie in einem Shark Tank die Ideen extrem kritisch zu hinterfragen oder einzustampfen, sondern darum, gemeinsam Lösungen zu suchen und durch Netzwerke oder zusätzliches Budget die Ideen zu fördern. So werden am Ende knapp 70% der Projekte aus dem Programm erfolgreich weitergeführt. 

 

Du willst mehr über das Zusammenspiel von Sinn und Innovation erfahren? Außerdem möchtest du tiefer in das sinn-zentrierte Intrapreneurship Programm von Siemens und die Key-Learning aus solch einem Programm in einem Großkonzern einsteigen? Dann hör direkt hier in die aktuelle Folge mit Laura rein!

 

Shownotes:

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