#Neue Lebens-, Kunden- und Arbeitswelten: Folge 18 mit Futurist Sven Göth über den Einfluss von Technologie, Demografie und Nachhaltigkeit auf die (Arbeits-)Welt von Morgen

“Die Gestaltung der Zukunft ist die Aufgabe jedes Einzelnen.”

 

"Zukunft wird gemacht!" - das ist das Motto unseres Interviewgasts Sven Göth. Sven ist Futurist und Keynote Speaker und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie sich unsere (Arbeits-)Welt durch verschiedenste Treiber verändert. Dabei stellt er zum einen immer wieder konsequent den Menschen ins Zentrum der Veränderung und macht zum anderen Mut Veränderung anzunehmen und aktiv zu gestalten. Denn Wandel und Digitale Transformation ist People-Business - Am Ende wird die Zukunft von Menschen gemacht.

 

Was ist eigentlich ein Futurist? Mit dieser Frage steigen wir gleich mal in den Podcast mit Sven ein und lassen uns erklären, warum ein Futurist mehr ist, als ein Wahrsager auf dem Jahrmarkt. Und wir stellen schnell fest: Die Zukunft zu skizzieren, ist gar nicht so leicht. Neben empirischen Forschungen, technologischen Entwicklungen sowie ein Gespür für die Start-Up Szene als Indikator für Entwicklungen, sind es vor allem Gesprächen mit Zukunftsgestaltern aus Unternehmen, die Sven helfen, entscheidende Zukunftsgebiete aufzuzeigen und zu untersuchen. Entscheidend für diesen Wandel sind demnach vor allem drei große Treiber: Exponentieller Wachstum technologischer Möglichkeiten, demographische Verschiebungen wie z.B. der Fachkräftemangel und der Wertewandel der jüngeren Generationen sowie das Bewusstsein der Endlichkeit unserer natürlichen Ressourcen und das daraus entstehende Bewusstsein für Umwelt und Nachhaltigkeit. 

 

Im Gespräch mit Sven wird gleich zu Beginn deutlich, dass vor allem die Auswirkungen der Technologien in unserem privaten Alltag schon an vielen Stellen sichtbar werden und nachhaltig unser Verhalten, aber auch unsere Erwartungen als Kunden, beeinflussen. Dabei ist sich Sven sicher, dass mit derzeitigen Technologien heute schon viel tiefgreifender Veränderungen unserer Lebenswelt möglich wären, jedoch scheitern diese derzeit vor allem noch an der Akzeptanz der Menschen. Umso wichtiger ist die Erkenntnis, dass wir als Menschen die Möglichkeit haben diese Zukunft aktiv mitzugestalten und gemäß unseren Wünschen zu formen. Denn wir brauchen Technologien nicht um der Technologie Willen, sondern um gemeinsam eine bessere Zukunft für uns alle zu gestalten. Auch mit Hinblick auf die Veränderung von Kundenwelten sehen wir, dass Technologien zwar Veränderungen in den Bedürfnissen und Kaufprozessen unterstützen (und teilweise erst ermöglichen), aber die eigentliche Veränderung durch veränderte Erwartungshaltungen und den Wunsch nach "convenience" entsteht. Ein gutes Beispiel ist die Retailbranche: Am Ende zählt für die Kunden weniger wo sie das Produkt bestellen, als das es möglichst schnell zu ihnen nach Hause geliefert wird. Und für diese Schnelligkeit und positive Customer Experience sind wir immer mehr bereit zusätzliche Abos wie bspw. Amazon Prime abzuschließen und persönliche Daten preiszugeben. Für die Zukunft bedeutet das vor allem, dass Produkte und Dienstleistungen zunehmend in den Hintergrund rücken und den technischen Schnittstellen immer mehr Bedeutung zukommt: Denn wer es nicht schafft seine Schnittstellen möglichst nahtlos in den Lebensalltag der Kunden einzufügen und eine reibungslose Kundenerfahrung zu gewährleisten, verliert an Bedeutung. Egal in welcher Industrie.

 

Um diesen Veränderungen als Unternehmen erfolgreich begegnen zu können, braucht es laut Sven vor allem das Bewusstsein für die eigene Vision und die Zeit, sich aktiv mit der eigenen Zukunft sowie den eigenen Stärken und Schwächen auseinanderzusetzen. Gerade in Unternehmen, denen es derzeit noch gut geht und die viel in operativen Abläufen gefangen sind, kommt diese Zeit für die Gestaltung der eigenen Zukunft oftmals zu kurz. Und dennoch haben wir in vielen Industrien eigentlich kaum noch Zeit, denn Wandel geschieht nicht von heute auf morgen, sondern ist ein zäher, langwieriger Prozess, der nur gelingen kann, wenn man ihm genug Aufmerksamkeit schenkt. Den Führungskräften kommt dabei laut Sven eine entscheidende Rolle zu: Sie haben die Möglichkeit durch ihre Visionen Menschen für die Zukunft zu begeistern, haben die Möglichkeit aktiv neue Themen zu treiben und diese langfristig im Unternehmen zu verankern. Doch derzeit erleben wir, dass Führungskräfte oftmals gebunden sind in operativen Themen und keine Zeit haben sich mit anderen auszutauschen, sich Inspiration und neue Impulse zu holen und so diese neue Rolle als Visionsgeber oftmals nicht erfüllen können.

 

 

Somit braucht es im ersten Schritt vor allem Zeit: Die Zeit sich mit diesen neuen Themen auseinander zu setzen, Zeit für Mitarbeiter und Führungskräfte sich mit der neuen Situation vertraut zu machen und entsprechend zu handeln, aber auch den Mut diesen Weg zu gehen und den Anspruch die eigene Zukunft zu gestalten. 

 

Du willst mehr über die Zukunft der Lebens-, Kunden- und Arbeitswelt erfahren? Außerdem möchtest du tiefer in die Veränderungen der (Arbeits-)Welt durch Technologien, Demografie und Nachhaltigkeit und deren Implikationen für Führung eintauchen? Dann hör' direkt hier in die aktuelle Folge mit Sven rein!

 

Shownotes:

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