#Digitale Bildung für digitale Führungskräfte: Folge 21 mit Christina & Tobias Burkhardt und der Frage, warum es keine Blaupausen für erfolgreiche digitale Bildung gibt und was das für die Qualifizierung von Führungskräften bedeutet.

“Wir müssen aufhören Rollen zu entwickeln und anfangen, Menschen zu betrachten!”

 

Dieses Mal haben wir gleich doppelten Besuch im TRNSFRM. Podcast: Christina und Tobias Burkhardt sind die Gründer hinter Deutschlands erster Akademie für Digitale Transformation - der Shiftschool. Außerdem sind die beiden verheiratet und haben eine wunderbare Patchworkfamilie. Aber auch so ergänzen sich die beiden perfekt: Christina sagt über sich selbst, dass sie eher die analoge ist und Tobias ist schon eher der Digitale Nerd von den beiden. Beide kommen ursprünglich aus dem Marketing und haben dann 2015 beschlossen, sich ihrem Herzensthema anzunehmen und sich für neue, und vor allem dem digitalen Zeitalter angemessene, Formen der Bildung einzusetzen. Der Erfolg ihrer Programme und den Impact, den sie damit auf die Teilnehmer haben, zeigen, dass die beiden auf dem richtigen Weg sind - auch wenn sie sich und ihr Programm auch weiterhin stetig weiterentwickeln.

 

Herzstück der Shiftschool ist das berufsbegleitende 18-Monatige Weiterbildungsprogramm, das es Menschen ermöglichen soll, die Veränderungen sowie Herausforderungen der digitalen Welt zu verstehen und diese aktiv zu gestalten. Kein Wunder also, dass wir damit direkt einmal einsteigen und Christina & Tobias fragen, was es genau mit dem Programm auf sich hat und warum sie sich für die vier Säulen "Skills", "Mindset", "Network" & "Reflection" entschieden haben. Am Ende sind es weniger die einzelnen Bausteine, als die Verbindung dieser vier Themen, denn Skills alleine werden in Zukunft nicht mehr ausreichend sein. Die Menschen müssen verstehen, warum sie Methoden wie bspw. agiles Arbeiten oder Design Thinking anwenden und das dahinter ein klarer Business Case steht - sonst verpufft die Wirkung. Doch die vier Säulen gab es nicht von Anfang an in dieser Form. Besonders die vierte Säule "Reflection", also gezielte Freiräume für Reflexion von Erlebtem zu schaffen, ist erst im Laufe der Zeit und durch den konstanten Anspruch der beiden sich, aber auch ihr Programm, immer wieder weiterzuentwickeln und von ihren Teilnehmern zu lernen, entstanden. Dabei ist das mittlerweile laut den beiden fast der entschiedenste Punkt: Denn am Ende lernen Menschen nur dann etwas, wenn sie die Zeit haben das erlernte auf ihre eigene Situation und ihre eigene Lebensrealität anzuwenden und sich mit sich selbst auseinandersetzen. Aber auch Netzwerke gewinnen laut Christina & Tobias an Bedeutung: In einer Welt in der wir aufgrund von exponentiellen Entwicklungen nicht mehr absehen können was kommt, müssen wir uns viel mehr mit anderen austauschen und versuchen die Dinge gemeinsam anzugehen, anstatt alleine im stillen Kämmerlein zu versuchen, die Herausforderungen mit dem eigenen Mitteln zu bewältigen. Dafür benötigt es heterogene und diverse Netzwerke und den Mut, sich mit Menschen auszutauschen, die anders sind als man selbst. Und das muss man lernen, denn die wenigsten trauen sich wirklich nach Hilfe zu fragen oder sich einzugestehen, dass man etwas nicht weiß. Dieses Streben nach Diversität spiegelt sich auch in den Teilnehmern der Shiftschool wieder: Die 25 Menschen in einer Class sind nur in einem einzigen Merkmal homogen: Dem Wunsch darin neue Inhalte & Formen des Lernens zu entdecken, um die digitale Welt aktiv mitgehalten zu können.

 

Gerade mit Blick auf die derzeitige Weiterbildung in Unternehmen, sind diese Erkenntnisse aber herausfordernd. Für Tobias liegt das vor allem daran, dass in vielen Organisationen das Lernen nicht als harte Arbeit gesehen wird und deswegen oftmals nicht als Priorität gilt. Außerdem ist es für ihn elementar, dass wir in Zukunft Bildung nicht mehr an Rollen, sondern an Menschen ausrichten und Bildungsangebote entsprechend von individuellen Stärken & Schwächen gestalten und eben nicht anhand eines idealistischem Rollenbildes. Und das gilt laut Christina auch mit Hinblick auf die Entwicklung von Führungskräften. Wir müssen uns als Unternehmen eingestehen, dass es keine Blaupausen für gute Führungskräfte gibt, die wir in klassischen Seminaren entwickeln können, sondern das wir, ausgehend vom Menschen, individuelle, nicht defizit-orientierte, Angebote schaffen müssen. Diese Erkenntnis ist für Organisationen erfahrungsgemäß allerdings sehr sehr schwierig, denn es steht im Kontrast zu fast allen gängigen Entwicklungsformaten und fordert ein radikales Umdenken hinzu einer stärken-orientierten Bildung.

 

 Du willst mehr über das Thema Digitale Bildung erfahren? Außerdem möchtest du tiefer in das Programm / Angebot der Shiftschool eintauchen und erfahren, warum es keine Blaupause für erfolgreiche Entwicklung von digitalen Führungskräften gibt? Dann hör' direkt hier in die aktuelle Folge mit Christina & Tobias rein!

 

Shownotes:

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Alle zwei Wochen veröffentlichen wir eine neue Podcastfolge, in der wir gemeinsam mit Experten aus Wirtschaft & Forschung, relevante Aspekte einer digitalen Führungskultur diskutieren.


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