#Ein Hoch auf People Analytics: Folge 4 mit Dr. Daniel Mühlbauer: HR braucht mehr Daten zum Finden, Fördern und Binden von Mitarbeitern.

"Eigentlich muss man es so knallhart sagen: Es ist schlechte Personalarbeit heutzutage ohne diese Tools und Informationen zu arbeiten und so die Möglichkeit nicht wahrzunehmen, Arbeit besser zu machen. Und das einerseits mit Blick auf den betriebswirtschaftlichen Erfolg, aber auch im Sinne der Employee Experience, die ich als Unternehmen meinen Mitarbeitern biete."

 

Die zunehmende Bedeutung von People Analytics treibt Daniel schon seit vielen Jahren um und hat ihn im Mai 2016 bewegt das HR Analytics Start-Up functionHR zu gründen. Die preisgekrönte Software ermöglicht es Personalreferenten, unabhängig von den bestehenden Datenquellen, verschiedenste Datensätze einzusehen und für ihre alltägliche Arbeit zu nutzen. Ganz nach dem Motto: functionHR liefert die Datensätze die der Personalreferent braucht, um mit seiner Intuition die richtige Entscheidung zu treffen.

 

Daniel gibt uns zu Beginn des Gespräches einige Einblicke in seinen bisherigen Werdegang und was ihn als Personaler und Nicht-ITler motiviert hat, functionHR zu gründen und so den Personalreferenten dieser Welt ein Werkzeug zur Unterstützung an die Hand zu geben. Anschließend steigen wir in die Frage ein ob People Analytics Tools eigentlich nur etwas für HR-Abteilungen sind und wo sie den meisten Mehrwert bieten können. Hier sieht Daniel auch die entscheidende Verbindung zu Digital Leadership: Nur wenn man als Führungskraft versteht, was die eigenen Mitarbeiter für unterschiedliche Bedürfnisse haben, kann man in entscheidenden Situationen seinen Führungsstil anpassen und so das Team erfolgreich in Zeiten von Veränderung oder Unsicherheit führen.

 

Auf die Frage was man im Unternehmen braucht, um erfolgreich People Analytics zu nutzen, hat Daniel eine klare Antwort: Einer der häufigsten Fehler den er und sein Team in Unternehmen erleben, ist das People Analytics Tools ohne Datenstrategie eingesetzt werden. Dabei ist dieser Schritt entscheidend für den Erfolg, denn wer keine oder schlechte Datensätze im Unternehmen hat oder gar nicht weiß was er wissen will, wird auch mit dem besten Analytics Tool keine wertvollen Einblicke bekommen. Zudem sind laut Daniel die richtigen Kennzahlen das A und O für den Erfolg von People Analytics. Dabei geht es nicht darum Industriebenchmarks oder Kennzahlen von Google zu übernehmen, sondern die Kennzahlen zu entwickeln, die für das eigene Unternehmen sinnvoll und realisierbar sind. Ein Thema das in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielt ist das Thema Datenschutz und das Bedenken des gläsernen Mitarbeiters. Hier sieht Daniel vor allem die Entwickler solcher Tools in der Pflicht dies zu verhindern und bspw. nur das obere und eben nicht das untere Performance Quantil anzuzeigen oder über einen Modularen Aufbau Profiling in der Software direkt auszuschließen.

 

Du willst mehr über People-Analytics und die verschiedenen Anwendungsgebiete im Unternehmen erfahren? Außerdem suchst du nach konkreten Anhaltspunkten, wie du HR Analytics einsetzen kannst, um die Digitalisierung in deiner Organisation zu fördern? Dann hör direkt hier in die aktuelle Folge mit Daniel rein!